Die Milizsoldaten des Jägerbataillons Oberösterreich haben vom 6. bis 18. Mai 2019 ihre Zivilkleidung gegen die Uniform getauscht und üben derzeit am Truppenübungsplatz Allentsteig den Schutz kritischer Infrastruktur.
Dieser beinhaltet den Schutz der Wasserversorgung, Stromversorgung und medizinischen Versorgung, also der Lebensgrundlage der österreichischen Bevölkerung.
Hinzu kommt die Sicherung der Kommunikations- und Verkehrsinfrastruktur vor terroristischen Bedrohungen um die wirtschaftliche Grundlage der österreichischen Unternehmen aufrecht zu erhalten.
Trotz ungünstiger Witterungsbedingungen trainieren die 330 Milizsoldaten unter Anleitung ihres Partnerverbandes, dem Panzergrenadierbataillons 13 aus Ried, mit vollem Einsatz.
Oberst DI Claus Helmhart, Kommandant des Jägerbataillons, ist vom Gelingen der Übung überzeugt: „Persönliche Initiative und Engagement sind wesentliche Eigenschaften der Miliz. Unser Auftrag für diese Übung ist der Schutz vorgegebener Schutzobjekte mit Überwachung des Angeländes. Wir üben daher genau das, was unsere Hauptaufgabe ist.“

Stand in der vergangenen Woche noch Scharfschießen auf dem Dienstplan errichten die Milizsoldaten nun Checkpoints, wehren Angriffe auf Schutzobjekte ab und überwachen Verbindungsstraßen bis sie am Samstag wieder ihre Waffen ablegen und ins Zivilleben zurückkehren.

Das Jägerbataillon Oberösterreich
Das Jägerbataillon Oberösterreich (JgB OÖ) ist ein infanteristischer Kampfverband der Miliz. Es ist eines der zehn Miliz-Jägerbataillone des Bundesheeres und wurde im Jahr 2006 aufgestellt.
Derzeitiger Bataillonskommandant ist Oberst DI Claus Helmhart.
Die Aus- und Weiterbildung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Partnerverband, dem Panzergrenadierbataillon 13 in Ried im Innkreis, das auch das mobilmachungsverantwortliche Kommando ist.
Das Jägerbataillon Oberösterreich ist im Falle von Einsätzen jeglicher Art ein wichtiges Element um die Oberösterreichische Bevölkerung zu schützen und dieser im Katastrophenfall zu helfen. Es war während des Katastropheneinsatzes zur Beseitigung der Schäden durch das Hochwasser 2013 das erste Milizbataillon des österreichischen Bundesheeres, das geschlossen im Einsatz verwendet wurde.
Und im Rahmen des sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatzes zur Bewältigung der Migrationskrise stellte das Bataillon Anfang 2016 den ersten Assistenz-Zug auf, der ausschließlich aus Milizsoldaten bestand.

Die Miliz
Artikel 79 der österreichischen Bundesverfassung legt fest, wie die Armee, das österreichische Bundesheer, auszusehen hat.
„Dem Bundesheer obliegt die militärische Landesverteidigung. Es ist nach den Grundsätzen eines Milizsystems einzurichten“,
heißt es dort bereits in der ersten Zeile. Das Fundament der österreichischen Armee besteht aus starken, eigenständigen Verbänden,
die aus der Zivilbevölkerung gespeist werden. Diese sind ausgebildet, motiviert und ständiger Vermittler zwischen ziviler und militärischer Realität.

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